Die gefährliche Grube

Als eines Tages ein Klobold namens Analus Brachialus nichtsahnend durch den Wald marschierte, kam er an einem 20 cm breiten und 30 cm tiefen Erdloch vorbei.

Dieses Erdloch war für den Klobold, der nur eine stolze Größe von 5 cm aufweist, sehr breit und tief. Doch wie ein Klobold halt so ist, konnte er dem großen und kloboldlichen Gestank nicht trotzen. Es war wie ein Zwang, den übrigens alle Klobolde bei so einem Gestank verspüren, in die Grube hinabzusteigen.

Analus Brachialus nahm Anlauf und sprang in die Grube hinab. Mit einem lauten Freudenschrei landete er sanft auf etwas Weichem. Der Aufprall klang so, als würde man einen Klumpen dampfende Scheiße in beide Hände nehmen und danach die Hände vor dem Gesicht mit voller Wucht zusammenklatschen.

Zu diesem Zeitpunkt dachte er, wie schade es doch ist, dass dies seine Kloboldfreunde nicht miterleben können. Er begann überall in der Grube herumzuschnüffeln und ab und zu auch mal von da und dort zu kosten. Er war überglücklich, denn so ein Glück hat man nicht alle Tage, sich in noch warmer, dampfender, stinkender, weichen Hundescheiße suhlen zu können.

Er erkannte, dass es sich bei diesem Prachtstück um Hundescheiße handelt, an den zum Teil noch nicht ganz verdauten Knochenstücken und einem Bandwurm, den er im Kern des Haufens fand, welcher nur in Hundekot vorkommt.

Nachdem er sich ein paar Stunden im Dreck badete, zogen dunkle Gewitterwolken über dem Wald auf. Doch Analus Brachialus war viel zu beschäftigt, um dies zu bemerken.

Er schenkte dem herannahenden Gewitter erst seine Aufmerksamkeit, als die ersten Tropfen vom Himmel fielen und seinen herrlich stinkenden Körper mit einem Tropfenschlag säuberten.

Er zuckte zusammen und verfiel in Panik. Es gibt nichts Schlimmeres für Klobolde als reines Regenwasser auf ihrem Körper zu spüren. Gleichzeitig kühlten die Regentropfen auch die nun sehr heftig dampfende Scheiße ab. Analus Brachialus konnte vor lauter Dampf schon gar nichts mehr sehen. Also rührte er sich nicht vom Fleck und hoffte, dass der Regen bald aufhören würde. Doch der Regen wurde immer heftiger und der arme Klobold immer reiner.

Der Regen war nun so heftig, dass sich die Grube langsam mit Wasser füllte. Analus Brachialus versuchte aus der nun schon recht zähen Scheiße eine Art Leiter zu bauen, denn er konnte sich an den glitschigen Wänden nicht hochziehen.

Doch sobald er eine kurze Leiter geformt hatte, machte ein Regentropfen sein Bauwerk zu Nichte. Doch er gab nicht auf. Er versuchte es immer und immer wieder auf ein Neues. Und es wollte und wollte nicht funktionieren.

Als er sich nach einer halben Stunde aufgab und anfing seinen allmächtigen Scheißgott, den großen Titty-Kacka, anzubeten, wurde er plötzlich von der Grube herausgeschleudert.

Er landete weich in einem Scheißhaufen neben der Grube, den er wohl übersehen haben musste, als er in die Grube sprang. Er kniete sich in den Haufen und dankte dem großarschigen Titty-Kacka für seine Rettung aus der gefährlichen Wassergrube, die nun schon überschwemmt war vom Regen.

Doch plötzlich störte ihn ein Wurm beim Gebet und sprach zu ihm: "Du bist ein dummer Klobold. Es war nicht dein Scheißgott der dich vor dem Ertrinken gerettet hat, sondern ich habe dich aus der Grube geschleudert. Ihr Klobolde seid doch eine seltsame Rasse. Doch uns verbindet eine gemeinsame Vorliebe, nämlich sich in der Scheiße Anderer zu suhlen. Deshalb habe ich dich vor dem Ertrinken gerettet."

Der Klobold bedankte sich und die Beiden wurden Freunde fürs Leben.

Doch Ihr Leben dauerte nicht mehr allzu lange. Denn ein Förster zermatschte die Beiden, als er auf der Suche nach seinem Hund durch den Wald ging.

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