Unser lustiges Leben miteinander!

Als Florian eines Tages im Garten spielte, kam ein kleiner Kobold aus der Sandkiste gestiegen, zeigte Florian seinen blanken Arsch und verschwand wieder.
Am Tag darauf spielte Michael im Garten, in weiser Absicht, da er doch von Florian hörte, dass dieser am Tag zuvor einen Kobold gesehen hatte. Und tatsächlich! Nach einiger Zeit kam dieser Kobold wieder aus der Sandkiste, ging ein paar Schritte, zeigte Michael seinen blanken Arsch und verschwand wieder.
"Florian hatte recht!", dachte Michael insgeheim und heckte auch schon Pläne aus, die Streiche des Koboldes zu unterbinden. Mit Florian fand er sofort einen Mitstreiter, der auch nicht davor zurückschreckte Gewalt anzuwenden.
"Diesen Halunken werden wir zur Strecke bringen!", rühmten sich die Beiden schon im Vorhinein.
Am nächsten Tag spielten sie gemeinsam im Garten doch der Kobold ließ sich einfach nicht blicken. "Wie ärgerlich!", dachte sich Florian, "Ich habe den ganzen Tag vergeudet, obwohl ich eigentlich nie wieder mit Michael spielen wollte!".
Auch Michael stand der Ärger ins Gesicht geschrieben! "Wir müssen diesen Kobold erwischen!", zischte Michael. Und auch Florian war der Meinung, dass er ein solches Verhalten eigentlich nicht dulde.
Also spielten sie die nächsten Tage ständig im Garten. Doch es geschah nichts.
Was beide nicht wussten: Reinhold und Thomas waren vor einigen Wochen noch spätabends unterwegs. Da sie sich beim Spielzeugeinkaufen wieder nicht entscheiden konnten und lange überlegten, versäumten sie den Bus und mussten den nächsten nehmen, der jedoch eine Stunde später fuhr.
"Typisch!", sagte Michael der daheim schon wartete, "Die beiden werden niemals pünktlich zu Hause sein.".
Aber er wollte nicht warten bis die beiden zu Hause waren, und ging zu Bett. Florian schlief schon tief und fest.
Als Reinhold und Thomas zu Hause ankamen, schlichen sie durch den Garten, da sie wussten, wenn sie zu laut sind würden sie Florian aufwecken, der dann meistens sehr böse ist. Während sie so durch den Garten schlichen, hörten sie ein Rascheln im Gebüsch.
Sie versteckten sich sofort, da sie dachten, dass Florian schon mit dem Baseballschläger auf sie wartete. Doch dann sahen sie eine kleine blaue Gestalt unter dem Hollunderstrauch hocken.
"Das ist ein Kobold!", flüsterte Reinhold. "Fragen wir ihn was er da macht!", antwortete Thomas.
"Was, machst du da?", sprach Reinhold mit fast schon furchteinflößender Stimme. Der Kobold erschrak und zog seine Hose an. Doch Thomas nahm ihn am linken Ohr und wiederholte Reinholds Frage.
"Der hat in unseren Garten geschissen!!!", sagte Reinhold und starrte auf seinen Fuß, der leider etwas unglücklich platziert war. "Wenn ihr das niemanden erzählt erfülle ich euch einen Wunsch!", versprach der Kobold.
Thomas sah sich schon im Geld schwimmen, aber Reinhold dachte da eher an das Schlaraffenland. Die Beiden besprachen dann also ihren gemeinsamen Wunsch und nach langem Hin und Her einigten sie sich dann doch endlich.
Nach einigen Wochen ging dann dieser Wunsch in Erfüllung. Florian und Michael waren nicht so ganz einverstanden und wollten den Kobold verprügeln. Aber Thomas und Reinhold bekamen Wind von der Sache und versteckten den Kobold im Keller, bis sich die zwei Hitzköpfe wieder beruhigt hatten.
Nach einigen Tagen als sich die Lage entspannt hatte, schmuggelten sie den Kobold aus dem Haus, gaben ihm sieben Kartoffel, die Thomas zuvor 20 Minuten in heißem Wasser kochte, als Proviant und verabschiedeten sich von dem kleinen Kerl.
Sie schworen sich nie jemanden etwas davon zu erzählen, was in dieser besagten Nacht passiert war.

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